Seit 2009 werden die Betriebskosten der stationären Versorgung nahezu ausschließlich leistungsbezogen finanziert (DRG-Fallkosten). Dies erfordert es, das Leistungsangebot unter strategischen Gesichtspunkten sorgfältig zu prüfen und neu festzulegen. Dabei müssen insbesondere

Rentabilität und Qualität berücksichtigt,
Stärken, Schwächen und Entwicklungschancen (insbesondere im Vergleich zu Wettbewerbern) herausgearbeitet und
die Entwicklung der Fallzahlen und Veränderungen der Krankheitsbilder (Stichwort: demographische Entwicklung) prognostiziert werden.

Motto: Nicht alles muss erbracht werden, aber was geleistet wird, sollte nachhaltig rentabel und von guter Qualität sein.

Gleiches gilt für die ambulanten Leistungen, die das Leistungsangebot der stationären und teilstationären Versorgung abrunden. Art und Umfang des ambulanten Leistungsangebots sind aufgrund der ordnungspolitischen Rahmenbedingungen, alternativer Vertrags- und Kooperationsmodelle mit den Vertragsärzten sowie der regionalen Versorgungsdichte sorgfältig festzulegen.

Die geplanten Fallmengen ambulanter, teilstationärer und stationärer Leistungen dienen dann als Basis, den Flächen- und Ausstattungsbedarf zu ermitteln sowie eine strategische Organisations-, Funktions- und Raumplanung umzusetzen.